Studie zur energetischen Systembewertung der Warmwasserbereitung vor dem Hintergrund veränderter normativer Randbedingungen

Die im Rahmen der Energieeinsparverordnung aktuell angewendeten Berechnungsnormen sind bezüglich der Bewertung der Warmwasserbereitung nicht mehr auf dem aktuellen Stand, die verwendeten Berechnungsansätze stammen aus dem Jahr 2001.

Jüngere Entwicklungen und Erkenntnisse zum Warmwasserverbrauch und dem daraus resultierenden Nutzwärmebedarf sind ebenso wie die Auswirkungen der intensivierten Bemühungen um die Vermeidung von Legionellenwachstum bisher unberücksichtigt. Da ein relevanter und standardisierbarer Warmwasserbedarf vor allem in Wohngebäuden besteht, werden die Untersuchungen für diesen Gebäudebereich durchgeführt.

Innerhalb des Projektes sind folgende Arbeiten durchgeführt worden:

  • Analyse des IST-Zustandes bezüglich der technisch-rechtlichen Anforderungen, der eingesetzten Technik sowie des vorhandenen Berechnungsverfahrens der DIN V 18599-8: 2011-12
  • Identifizierung von Bewertungsansätzen, welche eine Aktualisierung bzw. Weiterentwicklung bedürfen und Erarbeitung von Vorschlägen zur Fortschreibung der DIN V 18599 Teil 8
  • Durchführung von Vergleichsrechnungen zwischen bisherigen und überarbeiteten Bewertungsansätzen anhand eines Modellgebäudes (Stand DIN V 18599: 2011-12)
  • Erarbeitung eines Normvorschlages zur Weiterentwicklung der DIN V 18599-8 und Vorlage des Vorschlags beim Normungsausschuss

In die Untersuchungen sind die vorhandene Studie zum Nutzenergiebedarf für Warmwasser in Wohngebäuden und der Vorschlag zur Bewertung von selbstregelnden Temperaturhaltebändern einbezogen worden.